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Chronik Teil 2
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Chronik Teil 2

Die Gründung der Jägerlust

Die erste Einzelgesellschaft wurde von jungen Männern vom Necklenbroich gegründet. Nach mündlicher Überlieferung wurde die Idee in der Rasierstube von Michael Mostert geboren. Ähnliches wird von der sechs Jahre später gegründeten Jägerkompanie "Eintracht" berichtet. Zu den Necklenboichern scharten sich auch einige, die auf angrenzenden Straßen, wie an der Landstraße (heute Moerser bzw. Düsseldorfer Straße) sowie auf dem Kapellenweg (heute Kanzlei), dem Hohegrabenweg und auf der Kanzlei wohnten. Dass sie alle noch sehr jung waren, zeigt sich darin, dass die meisten noch nicht einmal im Adressbuch von 1903/04 aufgeführt sind, sondern allenfalls ihre Väter. Von der sozialen Schichtung her betrachtet waren es überwiegend Bauernsöhne oder Handwerker und auch Fabrikarbeiter. Zum Teil waren sie auch miteinander verwandt.

Als Gründungs- und Vereinslokal wählten sie die Gastwirtschaft von Jakob Delmes, Necklenboicher Str. 47. Später gelangte diese Gastwirtschaft durch Einheirat an Wilhelm Schumacher. Als Namen wählten die Gründer die Bezeichnung "Jägerlust". Vereinsnamen mit dem Wort "Lust" waren um die Jahrhundertwende höchst populär, wie man aus den Vereinsnamen der näheren und weiteren Umgebung feststellen kann. In Holzheim bei Neuss wurde im gleichen Jahr eine "Schützenlust" gegründet; in Düsseldorf gab es um diese Zeit einen Gesangverein, der sich "Rheinlust" nannte.

Folgende Gründungsmitglieder bildeten die Jägerlust:

Stephan Adams o.A., Karl Adams, Krefelder Str. 18, Stephan Bender, Necklenbroich 88, Peter Bierewitz, Hohegrabenweg, Johann Erren, Necklenbroich 77, Josef Erren, Hohegrabenweg 12, Jakob Esser, Friedhofsweg (heute Friedenstr.), Gottfried Fells, Necklenbroich 75, Heinrich Hülser o.A., Johann Hülser o.A., Cornelius Hüsgen, Kapellenweg 10, Matthias Hüsgen, Kapellenweg 10, Johann Jülich, Necklenbroich 65, Josef Jülich, Necklenborich 82, Johann Krings o.a., Heinrich Lonny, Necklenbroich 54, Michael Mostert, Necklenbroich 90, Bernhard Rennertz, Necklenbroich, Michael Rennertz o.A., Heinrich Schneider, Necklenbroich 63, Johann Schneider, Necklenbroich 63, Peter Schneider, Necklenbroich 63.

Zum ersten Mal marschierte die Jägerlust 1901 beim Schützenfest mit, und die neue Gesellschaft stellte sofort zum großen Auftakt mit Stephan Bender, damals gerade 20 Jahre alter Bauernsohn, den Schützenkönig. Ein Jahr später schmückte sich die Gesellschaft bereits mit einer eigenen Kompaniefahne, die aus Spenden finanziert wurde. In einem Verzeichnis wurden die Spender aufgerufen, eine kleine Gabe beizusteuern, sei es in "Kupfer, Nickel, Silber oder Gold". 134 Spender trugen sich in die Liste ein, von denen 24 ungenannt bleiben wollten. Von 50 Pfennig bis 10 Mark reichten die gespendeten Münzen. Die beachtliche Summe von 10 Mark stifteten Heinrich Werhahn auf Dyckhof und der Gastwirt Plenkers im Dorf. Wenige Jahre darauf schoss 1905 Michael Mostert den Königsvogel ab. Michael Mostert vertrat 1906 als Beisitzer die Kompanie im Hauptvorstand der St. Sebastianus Schützenbruderschaft. Zum 50jährigen Jubiläum der 1856 neugegründeten Bruderschaft wurde dann Johann Schneider, genannt "Kamp Dicke", 1906 Schützenkönig. Weitere Nachrichten aus der frühen Zeit sind nicht erhalten. Pfingsten 1914 fand vorerst das letzte Schützenfest statt. Mit dem ersten Weltkrieg, der im September des gleichen Jahres ausbrach, kamen die Aktivitäten zu einem vorläufigen Ende.

Fünf Kameraden sind im ersten Weltkrieg gefallen. Es waren: Wilhelm Adams, Heinrich Lonny, Karl Schütz, Wilhelm Pütz und Matthias Thissen.

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