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Tonnenrennen in Büderich -Schützen helfen Behinderten

Anfangs organisierten zwei Kompanien des Schützenregimentes, der Jägerzug Hermann Löns und die Gesellschaft Jägerlust 1900 auf dem Kirmesplatz die größte Freiluft-Karnevalsveranstaltung Büderichs. Beim Tonnenrennen hat jeder Starter die Aufgabe, mit einer Schubkarre ein Plastikfass über einen Hindernisparcours zu bugsieren. Der schnellste Starter gewinnt und kann sich über Vor- und Zwischenläufe für einen der drei Endläufe in den Klassen der Jugend, Damen und Herren qualifizieren. Dort gibt es dann schöne Preise zu gewinnen, die größtenteils von der Büdericher Geschäftswelt zur Verfügung gestellt werden. Die Veranstaltung hat eine lange Tradition. In den frühen 50er Jahren führte die Gesellschaft Jägerlust 1900 dieses Tonnenrennen bereits durch. Schauplatz war damals die Necklenbroicher Straße. Da wurden kurzerhand öffentliche Straßen gesperrt und ein etwa 600 Meter langer Rundkurs ( rund um "Delmes Weiher" ) war mit alten Schubkarren und gefüllten Jauchefässern zu bewältigen. Es herrschte ein buntes, närrisches Treiben, bei dem das Bier und der selbstgebrannte "Schabau" in Strömen flossen. Aber irgendwann war es nicht mehr möglich öffentliche Straßen zu benutzen und die Veranstaltung schlief leise ein.

Im Jahr 1979 war es dann wieder soweit. Die Schützen der Jägerlust und die Lönser saßen zusammen und beschlossen: Wir fangen wieder mit dem Tonennrennen an. War es früher lediglich "der Spaß an der Freud", der das ganze auf den Weg brachte, so sollte jetzt unseren behinderten Mitbürgern geholfen werden. Der Sportplatz an der Kanzlei war der Schauplatz der ersten Neuauflage. Es gab Würstchen, Bier und Kuchen, ein bescheidener Anfang. Der Sportplatz Kanzlei erlebte auch eines der spektakulärsten Tonnenrennen. Bei Temperaturen von minus 18 Grad am Karnevalssonntag gefror das Bier in den Gläsern und man holte sich rote Ohren. Einige Jahre später wurde der Sportplatz umgebaut und das Tonnenrennen fand auf dem Dr. Franz-Schütz-Platz ein neues Zuhause. Die Veranstaltung hatte inzwischen an Größe und Bedeutung kräftig zugelegt. Seit einigen Jahren erfahren wir auch durch den Jägerzug Enzian eine gute Unterstützung. Das kulinarische Angebot wurde erweitert und eine Riesentombola mit über 500 zum Teil sehr attraktiven Preisen wartet in jedem Jahr auf die Besucher.

In den vergangenen 36 Jahren kamen insgesamt 229.220,- Euro zusammen, die in erster Linie dem Verein für Geistig-Behinderte e.V. Meerbusch und der Schule für Geistig-Behinderte in Holzbüttgen zur Verfügung gestellt wurden. Darüber hinaus ist es guter Brauch geworden, am Morgen des letzten Schützenfesttages die behinderten Kinder zu einem Kirmesrundgang mit Kakao und Kuchen zu empfangen. Da sind leuchtende Augen und dankbare Blicke der Kinder allen Helfern gewiss. Die Büdericher Schützen freuen sich, dass in ihren Reihen drei tatkräftige Kompanien in jedem Jahr wieder aktiv werden und am Karnevalssonntag das Tonnenrennen durchführen. Die Veranstaltung hat sich fest im Bewusstsein der Schützenbruderschaft aber auch in der Bevölkerung etabliert. Jeder weiß, bei den Büdericher Schützen kann ich toll feiern und dabei auch noch viel Gutes tun. Und so soll es ja auch sein: Schütze sein, heißt nicht nur schießen, sondern Schütze sein heißt auch, den Schwächeren schützen und für ihn da sein. Dank der Hermann Löns, des Enzian und der Jägerlust ist die St. Sebastianus-Schützenbruderschaft auf einem guten Weg.

Tonnenrennen 2011                                                                                          Tonnenrennen 1979
 
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